Das Stück war und ist eine Erfolgsgeschichte. Kein Wunder, denn wer kennt sie nicht, die Melodien aus Mozarts „Zauberflöte“. Mit der Handlung ist das schon schwieriger, denn die ist nicht unkompliziert. Doch Elisabeth Wirtz vom Landestheater Detmold hat die Vorlage von Helmut Münchhausen in eine gut verständliche, kindgerechte Form gebracht. Aus der großen Zauberflöte des Herrn Mozart ist die „kleine Zauberflöte“ geworden, eine Mitspieloper für Kinder ab vier Jahren. In Münchhausens Text und der Inszenierung von Elisabeth Wirtz, die auch die Königin der Nacht spielt, schwingt ein Hauch moderne Patchwork-Familie mit: die Eltern machen Stress und das hin- und her gerissene Kind muss darunter leiden.
Der vier- bis achtjährige Opernachwuchs ist immer wieder neu fasziniert von der Farbenpracht der Kostüme und dem herrlichen Gesang. Je nach Handlungsverlauf werden kleine Grüppchen von Kindern mit Statistenaufgaben betraut und so in die Handlung mit einbezogen. So helfen sie Papageno und Pamina, den beiden Identifikationsfiguren, auch wenn die verzwickte Handlung sich nicht allen sofort erschließt.
„Wir wollen, dass die Kinder mit der großen Oper in positiven Kontakt kommen. Obendrein vereinen sich hier Theaterspiel und klassische Musik in perfekter Weise“, sagt Elisabeth Wirtz. Und der langjährige Erfolg der „kleinen Zauberflöte“ gibt ihr Recht. In Bad Münder gastiert das Ensemble vom Landestheater Detmold auf der Bühne im Martin-Schmidt-Konzertsaal. „Eine ganz tolle Aufführung, nicht nur musikalisch, sondern auch ein ausgezeichnetes Bildungserlebnis – nicht nur für die Kleinen “, stellt Ingeborg Salzmann vom Kunst- und Kulturkreis fest. Gerade für Kindergärten und Schulklasse sei die Aufführung besonders geeignet.
Am Freitag, dem 23.10. um 16 Uhr wird der grell-bunt gefiederte Papageno im Martin-Schmidt-Konzerstsaal seine Papagena suchen, und er hofft auf die Hilfe vieler kleiner Münderaner.
Karten zur Mitspieloper für große und kleine Musikfreunde gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen. Erwachsen zahlen 6 Euro, für Kinder gilt ein Einheitspreis von 3 Euro.