ADAC Hameln

24.02.2010 09:37 - Zeitung

adacwebJahreshauptversammlung des Hamelner ADAC

„Meinen Führerschein habe ich 1956 gemacht“, erinnert sich Marie Ihle. Ihr erstes Auto sei eine Borgward Isabella gewesen. „Ein Traum von einem Auto“, schwärmt die betagte Fahrerin, die seitdem ununterbrochen am Steuer sitzt.

Die 15 zur Jahreshauptversammlung im „Schultheiss“ erschienenen ADAC-ler der Ortsgruppe Hameln schwelgen in Erinnerungen. Insgesamt 43 Vereinsmitglieder kann der Vorsitzende Horst Paulick aufbieten, einige haben das 80. Lebensjahr bereits überschritten.

„Junge Leute sind in der Regel zwar an den Vorteilen einer ADAC-Mitgliedschaft interessiert, aber das Vereinsleben ist nichts für sie“, stellt der 77-Jährige fest. Die Vereinsarbeit, das sei auch „ein Stück Seniorenbetreuung“, meint er ohne jede Bitterkeit.

Das Programm der Autofreunde ist dementsprechend ausgerichtet: gemeinsame Touren, Klönabende, Lichtbildervorträge von Reisen in ferne Länder und Informationen rund ums Auto stehen im Mittelpunkt.

Die Hälfte der Anwesenden sind Fahrerinnen. „Ob die besser fahren, dazu äußern wir uns nicht“, so die Herren mit einem Schmunzeln. Große verkehrspolitische Probleme drücken die Vereinsmitglieder nicht. Nun ja, die Straßen müssten nach dem harten Winter instand gesetzt werden, manche Hamelner Fahrbahnen seien verdammt eng und auch gegen eine gründlichere Ausholzung mancher Straßenränder sei nichts einzuwenden, doch laufe zur Zeit alles ganz gut, stellt Horst Paulick fest.

Dass das allgemeine Verhalten im Straßenverkehr schlechter geworden sei, wollen die ADAC-Mitglieder nicht bestätigen. „Raser und Unvernünftige hat es zu allen Zeiten gegeben“, so zweite Vorsitzende Martin Bode.

Sehr sorgfältig und ausnahmslos einstimmig werden die Neuwahlen durchgeführt. Horst Paulick bleibt erster Vorsitzender, Martin Bode sein Stellvertreter, dessen Mutter Gertrud Schriftführerin. Heinz Ludwig Ihle, dessen Umsicht und Engagement besonders gelobt werden, wird weiterhin als Verkehrsleiter über Aktuelles informieren, Katharina Holterhoff-Grothe sich um den Bereich Touriustik kümmern. Die Kasse des 60 Jahre alten Clubs bleibt in den Händen von Peter Reske. Der hat sogar einen kleinen Zuwachs erwirtschaftet, so dass es beim Hamelner ADAC auch weiterhin „Gute Fahrt“ heißen kann.