„In unserem neuen Gartendenkmal Hermannshof hört man Vögel zwitschern, Flöten tönen, Blätter rauschen und Autos dröhnen“, erklärt Eckhart Liss vom Verein „Kunst und Begegnung Hermannshof“. Die alljährlich im August veranstalteten „Künstlertage“ stehen diesmal ganz im Zeichen der Töne und Klänge. Viele Stunden hatte Ulrich Eller, einer der deutschen Klangkünstler der ersten Stunde, gewerkelt, um die sechs mal drei Meter große rechteckige, auf einem Betonfundament ruhende Metallwand, die einer Lärmschutzwand nicht unähnlich sieht, zu installieren. Per Untererdkabel aus dem 75 Meter entfernten „Haus im Park“ gesteuert, dringt aus den zahllosen, 22 Millimeter Löchern der Alu-Wand eine Mischung aus Alltagsgeräuschen und sorgfältig komponierter Musik. Ein Sitzplatz im Fokus der Zivilisations- und Naturgeräusche lädt Besucher zum Verweilen und Lauschen ein. Der tinnitushafte Dauerlärm der nahen B 217 mischt sich mit den künstlichen Klängen zu einem faszinierenden, kaleidoskopartigen Höreindruck.
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