Zeilen Sprung – Das Redaktionsbüro

05042 - 504 008

info@zeilen-sprung.de

Operamobile mit Weihnachtsgala

Operamobile mit Weihnachtsgala

Sonntag, 02. Dezember 2012

So kennt man das bei den Gastspielen der Operamobile-Truppe im Martin-Schmidt-Konzertsaal. Schon eine Stunde vor Vorstellungsbeginn herrscht im Foyer erwartungsvoller Trubel bei Kaffee und Kuchen. Immer mehr Gäste drängen herein und werden von Radojka Adler mit einem Handschlag und einigen persönlichen Worten in Empfang genommen. Seit 12 Jahren arbeitet die Münderanerin für die GeTour. „Ich sorge dafür, dass die Gäste her- und vor allem wiederkommen“, berichtet sie. Intensive Kundenbetreuung sei sehr wichtig. Radojka Adler versucht, sich in ihre Gäste hinein zu versetzen, kennt viele von ihnen mittlerweile persönlich, entsprechend herzlich fällt die Begrüßung aus. „Wie war´s im Krankenhaus? Wie geht´s den Kindern?“ Die GeTour-Mitarbeiterin ist stets gut informiert.

Das weiß auch Heinz-Otto Kobbe aus Klein Himstedt bei Hildesheim zu schätzen. Mit seiner 50-köpfigen Seniorengruppe ist der rüstige Rentner bereits zum zehnten Mal nach Bad Münder gekommen, um eine Aufführung von „Operamobile“ zu erleben. „Wir fahren mit unseren Leuten überall da hin, wo die spielen“, berichtet er. „Bad Pyrmont, Hannover, Langenhagen.“ Und natürlich freut sich der Organisator der Seniorenbetreuung über Radojka Adlers Unterstützung. „Die macht das hervorragend, da fühlt man sich richtig zuhause“, lobt er.

Dann ist es endlich soweit. „Man schenkt sich ja sonst nichts“, heißt die diesjährige Weihnachtsgala des Ensembles von Staatsoperntenor Alexander Senger. Kein traditionelles Weihnachtskonzert, sondern eine revueartige Mischung von Heiterem, Heiligem und Besinnlichem. „Das ist Bettinas neues Programm“, kommentiert Senger kurz. Die von Bettina Delius konzipierte Revue ist reizvoll. Das Rezept, man nehme eine Handvoll  kritischer und satirischer Texte zum Thema Weihnachtsrummel wie etwa Erich Kästners „Morgen Kinder wird´s nichts geben“, füge  geeignete Melodien wie die Volksweise „Fröhliche Weihnacht´ überall“ oder Offenbachs „Barcarole“ hinzu, rühre gut um, und heraus kommt eine wohlklingende und wohlbekömmliche Weihnachtsmischung der etwas anderen Art.

„Wir überhöhen den Kitsch so, dass das Banale herauskommt“, beschreibt Senger die Methode.

Dem Publikum im einmal mehr ausverkauften Martin-Schmidt-Konzertsaal gefällt´s. Gibt´s die Erfolgsnummer „Operamobile“ auch im kommenden Jahr in Bad Münder? „Wir hoffen, dass es weitergeht“, so Senger, „Noch ist nicht alles unter Dach und Fach.“ Aber egal, Heinz-Otto Kobbe und seine Senioren würden überall hin reisen, um ihr Lieblingsensemble zu erleben. Besonders gerne aber nach Bad Münder, nicht nur wegen der netten Radojka Adler.

Weitere Einträge