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Leseratten der Grundschule Bad Münder empfehlen …

Sonntag, 11. Oktober 2020

Heiße Tipps für die Verleihung des diesjährigen Deutschen Jugendliteraturpreises

Tade Becker
Can Tinne
Marcel Schulz
Marla Wittenbernds
Ina Wedemeyer
Sunny Gebhard
Jamie Belle Harenberg
Clara Borg
Melina David
Frieda Schulze
Swaantje Strangmeyer
Hermine Chomej

Wirtschaftsvereinigung akzeptiert Absage des Weihnachtsmarktes

Donnerstag, 08. Oktober 2020

Die Wirtschaftsvereinigung teilt mit …

„Von der Totalabsage des Weihnachtsmarktes sind wir nicht enttäuscht. Auch wenn es grundsätzlich schade ist, sind alle Argumente gegen den Weihnachtsmarkt richtig und gut nachvollziehbar. Die nötigen Auflagen hätten ohnehin wenig weihnachtliche Stimmung aufkommen lassen. Als Wirtschaftsvereinigung hatten wir lediglich gegen einen weiteren neuen Standort Bedenken, denn es wird so noch mehr Leben aus der Innenstadt gezogen.“

Wir hoffen, Sie haben Verständnis für unsere Entscheidung.

Wird Kippensammeln ein Flächenbrand?

Mittwoch, 07. Oktober 2020
Foto Christoph Huppert

Die Initiatorin der Sammelaktion, Monika Reinecke teilt mit …

Vielleicht haben Sie schon von der  privaten Kippensammelaktion am 11.09.2020 in Bad Münder Kenntnis genommen. In nur zwei Stunden haben 18 Personen geschätzte 12.472 Zigarettenkippen  von der Straße gesammelt und später im Leerstandsladen, Marktstraße 8, in Bad Münder ausgestellt.

Ziel der Aktion war und ist es, der Umweltverschmutzung (Grundwasser, Mikroplastik), sowie dem allgemeinen Dreck, Müll und ungepflegten Bereichen in unserer schönen Kurstadt und Gesundheitsstandort Aufmerksamkeit zu schenken und Abhilfe zu schaffen.

Ein Umdenken der Menschen, die hier leben ist genauso wichtig, wie die Unterstützung durch die Stadtverwaltung, die sich um genügend und geeignete Abfallentsorgungsbehälter kümmern muss und ebenso das Leeren veranlasst.

Wie könnten Sie uns dabei unterstützen?

Sammeln Sie, wann immer Sie wollen, mit Ihrer Gruppe, Zigarettenkippen von den Straßen, Wegen und Plätzen in unserer Stadt, trocknen diese bitte  (im Idealfall, dann kann man die Menge realistisch einschätzen und sie lassen sich später besser ausstellen). Vielleicht bietet sich es auch an, dass zum Beispiel in kleineren Ortsteilen sich Gruppen zur gemeinsamen Sammlung zusammenschließen.

100 Stück trockene Kippen wiegen 25 Gramm. Ein 10 Liter Eimer fast ca.1 kg Kippen. Das entspricht ca. 4000 Zigarettenkippen. Nur eine Kippe verunreinigt 40 Liter Grundwasser!!!

Die Menge hochrechnen und dann bitte  in 1 Liter Einmachgläser mit Deckel füllen, sofern vorhanden – der Gestank ist sonst nicht zu ertragen!

Wir möchten deutlich machen, wie viele Zigarettenkippen gesammelt werden.

Daher benötigen wir von Ihnen:

  • ein oder mehrere Fotos mit Ihrer „Beute“
  • Name des Vereins oder Gruppierung
  • Zeit der Sammlung
  • Zahl der Sammelnden
  • Kippenanzahl

Diese senden Sie uns bitte per Mail zu. Dafür beachten Sie bitte die unten stehenden Kontaktdaten.

Die gefüllten Einmachgläser, sowie die Fotos und Beschreibung dazu, dürfen wir auch im Ladenlokal mit freundlicher Erlaubnis der Volksbank Hameln- Stadthagen ausstellen.

Die Übergabe regeln wir, wenn es soweit ist. Mal sehen, wie viele Fenster wir (leider) füllen werden!

Ihr Verein, Gruppierung oder Organisation kann auf diesem Wege Öffentlichkeitsarbeit, Werbung und Umweltschutz vereinen.

Monika Reinecke

Wir möchten, sofern Sie nicht widersprechen, die Informationen über Ihre Sammlung gerne an die NDZ  weiterleiten.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung und würden uns sehr über eine kurze Rückmeldung und Teilnahme an der Aktion freuen.

Herzliche Grüße im Namen aller Helfer und Unterstützer

monika.reinecke@gmx.de

Endgültiges Aus für Weihnachtsmarkt in Bad Münder

Dienstag, 06. Oktober 2020

Die Ortsbürgermeisterin teilt mit

Bild: Sieht keine Chance für Weihnachtsmarkt oder – dorf auch in veränderter Form. Petra Joumahh und der Weihnachtsmann

Sehr geehrte Frau Saake, sehr geehrter Herr Slappa,

zuerst einmal möchte ich mich bei Ihnen beiden noch einmal ganz herzlich für die Vorstellung Ihres Konzeptes, bezüglich eines Weihnachtsmarktes, bzw. eines Weihnachtsdorfes im Kurpark bedanken!

Sie haben sich wirklich außerordentlich viel Mühe gemacht!

Leider, und ich bedauere das wirklich sehr, muss ich feststellen, dass der Ortsrat, und dieser Ansicht schließe ich mich ausdrücklich an, der Meinung ist, dass Ihr Konzept in Corona Zeiten nicht umsetzbar ist.

Auch das vorgestellte Alternativkonzept für die Adventssonntage wird von uns abgelehnt.

Angesichts der aktuellen Lage mit stark steigenden Infektionszahlen muss jeglichen Plänen zur Durchführung einer Weihnachtsmarktveranstaltung unbedingt eine Absage erteilt werden.

Das Risiko, das Weihnachtsfest erkrankt, in Quarantäne, oder mit erweiterten Einschränkungen verbringen zu müssen, ist einfach zu groß.

Noch einmal allergrößten Dank für Ihren Einsatz.

Im Namen des Ortsrates, mit herzlichen Grüßen,

Petra Joumaah

Ortsbürgermeisterin

Erntedank-Gottesdienst interaktiv

Montag, 05. Oktober 2020
Bild: Den vorgezogenen Erntedank-Gottesdienst der Nienstedter Kapellengemeinde gestaltete Pastorin Ute Clemens als „Bibliolog“

Pastorin Ute Clemens ist seit zwei Jahren Seelsorgerin in der 440 Gläubige umfassenden Kapellengemeinde in Nienstedt. Die gehört zum Kirchenkreis Ronnenberg. Um die Kräfte zu bündeln, habe man den üblicherweise erst am Sonntag stattfindenden Erntedank-Gottesdienst vorverlegt, erklärt die 58-Jährige Das Gleichnis vom reichen Kornbauern (Lukas 12, 16-20) steht im Mittelpunkt des von Clemens als „Bibliolog“ gestalteten Erntedank-Gottesdienstes. „Bibliolog ist eine interaktive Form, in der die Gemeindemitglieder aus der Perspektive verschiedener Charaktere der Geschichte heraus sprechen“, erläutert die Pastorin, deren Rolle es ist, die Äußerungen zu verstärken und die Geschichte weiter und zum Abschluss zu führen. In der „Ich-Form“ verbalisieren einige Teilnehmer ihre Gedanken und Gefühle aus Sicht des reichen Kornbauern, seiner Feldarbeiter und der Jünger Jesu. Was entsteht, ist eine auch mit aktuellen Lebensfragen verbundene, persönliche Betrachtung des biblischen Textes.

Was geschah mit Albert Fels?

Dienstag, 22. September 2020
Bild: Kolja Mensing las auf dem Hermannshof in Völksen

Völksen. Fels, das war Albert Fels, der jüdische Viehhändler. Für den 1971 in Oldenburg geborenen Kolja Mensing ist er „die Geisterfigur aus dem Familiengedächtnis“. Es sind Geschichten, die Kolja schon oft gehört hat. Immer und immer wieder. Dann, wenn an der sonntäglichen Kaffeetafel von früher erzählt wurde. Beschwörend, verdrängend, ein Ritual. Albert Fels aber kam darin nicht vor.

Doch hinter der so oft gehörten Geschichte von der 13-jährigen Schülerin, die im Frühjahr 1940 mit einem Wehrmachtssoldaten Briefe tauschte und sich drei Jahre später mit ihm verlobte, lauert eine andere, bislang nicht erzählte Geschichte. Eben die von Albert Fels, der während der Kindheit von Kolja Mensings Großmutter im Haus nebenan wohnte, bei Kriegsbeginn in eine Heil- und Pflegeanstalt eingewiesen wurde – und nie wieder zurückkam. „Man weiß ja, was passiert ist.“ Mehr wusste die Großmutter bislang dazu nicht zu sagen.

Kolja Mensing hat nachgefragt, hat gesucht, in Steuerlisten und Kirchenregistern gewühlt, ist in Kistchen, Briefen und verstaubten Schachteln fündig geworden. Wer also war dieser Albert Fels? Was wurde aus ihm? Wie kam er tatsächlich ums Leben? Mensing deckt das Leben eines recht wohlhabenden jüdischen Viehhändlers aus dem Südniedersächsischen auf, recherchiert dessen schleichenden Niedergang und seine Einbindung in die Familiengeschichte, lässt die „Geisterfigur“ in den dunklen Schatten von Euthanasie und Holocaust sichtbar werden.

„Zu jeder Liebe gibt es eine dunkle Ecke“, sagt der Autor, der für seinen in Jörg Sundermeiers Berliner Verbrecher Verlag erschienenen 175 Seiten-Roman im Oktavheftformat keine Genrezeichnung angibt. „Vielleicht ein autofiktionaler Roman“, schlägt Sundermeier vor. „Einer, der Ankerpunkte setzt und ansonsten Gehörtes und Erfahrenes mit imaginierter Erinnerung erzählerisch verdichtet“, sagt Mensing.

Bild: Kolja Mensing (re.) und sein Verleger Jörg Sundermeier

Die, freilich auf Abstand gesetzten, Zuhörer von Mensings gut besuchter Lesung im von frühherbstlichem Wind durchwehten „Haus im Park“ suchen nach der passenden Schublade. „Sachbericht, Tatsachenroman, zu Papier gebrachte oral history? „Jedenfalls Literatur“, stellt Kolja Mensing fest. Die Freiheit des Schreibens nutzen, um Geschichte und Geschichten neu erzählen und so mit neuer Perspektive über den Nationalsozialismus reden zu können? Der Autor ist sich sicher: „Täter, Opfer, Mitläufer, das reicht nicht mehr. Die Art über diese Zeit zu reden verändert sich.“ Die 68er hätten noch „recht abstrakt“ mit ihren Eltern über die Nazis geredet, sich auf große Haupt- und Staatsaktionen beschränkt und damit „die kleinere Geschichte traumatisch überlagert“, so Jörg Sundermeier. Kolja Mensing aber gelingt die Synthese von persönlicher Erinnerungs-, möglicherweise auch Selbstfindungs- und Trauerarbeit und historischem Kontext. Was auch in der mit der vermeintlichen „Gnade der späten Geburt“ beschenkten Generation der Kinder und Kindeskinder an die persönliche Substanz gehen kann. „Man muss bei sowas wohl auch auf sich selbst aufpassen“, gesteht Kolja Mensing. „Tja, noch immer ist der Krieg in uns und kein Ende in Sicht“, bestätigt auch Sundermeier.

Immerhin kann die Frage, wieviel Nazi-Zeit in einer Liebesgeschichte wie der von Koljas Oma steckt, endlich gestellt werden, ist die strikte Trennung der Großmutter, die Privates von Politischem scheidet, überwunden.

„Geister“ wie der des Albert Fels und seinem „Leben in den Steuerlisten“ werden endlich lebendig.

„Kann man Geschichte wirklich so erzählen?“, fragte eine Besucherin der Lesung. Ja, man kann nicht nur, man muss sogar. Warum? Um eine Tür aufzustoßen, neue Zugänge, letztlich auch zu sich selbst zu schaffen, und zu begreifen, was aus dieser Zeit noch in uns fortwirkt. Und um die Geschichten ins Licht bringen zu können, die hinter den Kaffeetisch-Erzählungen von Eltern- und Großeltern darauf warten endlich doch noch erzählt zu werden.

Kolja Mensing: Fels. 175 Seiten. Erste Auflage, erschienen im Verbrecher Verlag Berlin 2018

Vom Hutkonzert profitieren alle

Freitag, 31. Juli 2020
Bild: Freuen sich über eine ausverkaufte Veranstaltung. von li.: Die kleine Miray , Jana Bogorinsky-Schäfer und Musiker Stefan Wünnemann.

BAD MÜNDER „Trotz Superwetter wären wir sonst nicht so gut besucht gewesen“, stellt Jana Bogorinsky-Schäfer vom Berggasthaus Ziegenbuche fest. Das Konzept der 35-Jährigen ist aufgegangen. „Ein Hutkonzert, bei dem jeder am Ende etwas in den Zylinder wirft, davon haben alle etwas.“ Auch für den Musiker Stefan Wünnemann aus Friedrichshagen beendet der Auftritt am Deisterhang eine lange Zwangspause des Nichtstuns. „Gerade wir Künstler haben eine schwere Zeit gehabt und da ist so ein Auftritt eine richtige Wohltat.“

Zusammen mit Stephan Schaumäker, der das alljährliche Boah-Festival im Freibad Bakede veranstaltet, hat Wünnemann ein abwechslungsreiches, buntes Programm zusammengestellt. „Das ist vor allem auf melodiöse Sachen ausgerichtet“, erklärt das musikalische Multitalent. Titel von Sting und Slade, Schlager und Evergreens bilden den Rahmen für die in der Nachmittagssonne auf der Aussichtsterrasse speisenden Gäste.

„Ausverkauft ja, aber natürlich mit reduzierter Platzzahl und nur nach Voranmeldung“, so Bogorinsky-Schäfer, die Ansturm und Sicherheitsauflagen mit ihren zehn Servicekräfte sicherstellt.

Die Veranstaltungs- und Hygienevorschriften müssen peinlich genau beachtet werden. „Beim Essen keine Maskenpflicht, aber sobald jemand aufsteht, muss er Maske tragen“, so Bogorinsky-Schäfer. „Eine echte win-win-Situation“, stellt Wünnemann fest, und auch Stephan Schaumäker ist froh, dass er mal wieder mit Publikum agieren kann. „Das Boah-Festival in Bakede musste ja wegen Corona gestrichen werden, wir hoffen aber, dass es im nächsten Juli stattfinden kann“, so der 50-jährige Garten- und Landschaftsbauer.

Der abendliche Blick in die sommerliche Landschaft ist weit, von nebenan wehen das Meckern der Deisterziegen und Kindergeschrei herüber, die Gäste genießen die Musik, die sich zusammen mit anderen Geräuschen zu einer beeindruckenden Atmosphäre mischt.

Bild: Musikalisches Multitalent. Stefan Wünnemann.

„Ein Pilotprojekt“, so Jana Bogorinsky-Schäfer. „So wie es bislang aussieht, werden diesem Konzert weitere folgen. Von dem Hutkonzert haben alle etwas, die Künstler, die Veranstalter und vor allem die Gäste.“ Sagt´s und plaziert zusammen mit ihrer jüngsten Tochter, der vier Jahre alten Miray, den großen schwarzen Zylinder für alle sichtbar auf dem Lautsprecher vor dem kleinen schwarzen Zelt, unter dem Stefan Wünnemann einen Abend lang seine beliebten Melodien spielt.

Hirschhausen in der Rattenfängerhalle

Samstag, 07. März 2020

„Virus? Das verdrängen wir“, sagt ein älteres Ehepaar, das es sich in Reihe 7 der fast ausverkauften Rattenfängerhalle schon lange vor Beginn des Auftritts von Dr. Eckhart von Hirschhausen bequem gemacht hat. Der sollte eigentlich in der Mindener Kampa-Halle stattfinden, die jedoch abgerissen werden muss, sodass Hirschhausens Live-Programm „Endlich!“ nach Hameln ausweichen musste.

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Weihnachtsmusik mit Monika Herrmann

Samstag, 21. Dezember 2019
Bild: Monika Herrmann (re.) hatte zur vorweihnachtlichen Gruppenmusik für Groß und Klein nach Eimbeckhausen eingeladen

Eimbeckhausen. Emily ist fünf Jahre alt und mit Begeisterung bei der Sache. „Ja, das kann ich“, antwortet sie, als Musiklehrerin Monika Herrmann sie bittet, auf dem Achtel-Cello die Begleitung zu einem Weihnachtslied zu zupfen. Das spielen die zur spontanen Gruppenmusik in die Räume der Musikschule beim Eimbeckhäuser DRK gekommen Erwachsenen und Kinder dann erst einmal ganz langsam.

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Bürgermeisterkandidaten im NABU-Verhör

Mittwoch, 02. Oktober 2019
Stellten sich den Fragen von Heimatbund und Nabu. Hartmut Büttner (li.) und Dirk Barkowski

BAD MÜNDER. Sie werden keinen Klima-Notstand für Bad Münder ausrufen. Darin waren sich beide Kandidaten einig. Zum Thema „Natur- und Klimaschutz als kommunale Aufgabe“ trafen jetzt auf Einladung vom Nabu Sünteltal und der Ortsgruppe des Heimatbundes  Bürgermeister Hartmut Büttner und sein Herausforderer Dirk Barkowski im Foyer des Martin-Schmidt-Konzertsaal aufeinander. Vor knapp 50 Gästen moderierte Anne Zuzmann vom Nabu die Beantwortung eines den Kandidaten vorab zugegangenen umfangreichen Fragenkataloges. Eingangs hatte Michael Meier in einer fast halbstündigen Begrüßung in teils drastischen Worten die lokale und globale Dramatik des Themas umrissen. Während sich Büttner kenntnis- und detailreich am Fragenkatalog abarbeiten konnte, verschob der Herausforderer ein ums andere Mal die Antworten auf eine von ihm vorbereitete Präsentation, in der er anschließend den Bereich „Energie und Klimaschutz“ als einen Baustein seines „Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes“ abhandelte.  Nur in Teilbereichen wie etwa dem der Baumschutzsatzung wurden dabei ansatzweise Kontroversen deutlich. Fazit: ein interessantes Befragungsformat, das aber von den Veranstaltern wesentlich konsequenter hätte eingehalten werden müssen.

Mit Vollgas in die Sackgasse

Freitag, 23. August 2019
Bild: Evelin Lindner (li.) bei ihrem Vortrag im „Bürgerhus“.

Evelin Lindner kann es kaum fassen. In der ersten Reihe sitzen Albert Marienhagen und seine Frau. Auf dessen Bauernhof in Esperde ist die heute promovierte Ärztin und Psychologin als Flüchtlingskind in den 50er Jahren aufgewachsen. „Wir hatten kein Geld und dennoch alles. Diese Zeit hat mir die Kraft gegeben“, erinnert sie sich bewegt. Nie wieder Demütigung, so ihr damaliges Lebensmotto nach Krieg, Verwundung und Vertreibung ihres Vaters aus Schlesien. „Ich bin überall zuhause“, so die Weltbürgerin, die ihre umfangreiche wissenschaftliche Arbeit ganz den Themen „Demütigung, Erniedrigung und Würde“ gewidmet hat.

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Traktorpulling in Esperde

Donnerstag, 15. August 2019
Bild: Das Wettkampffeld bei Esperde

Die riesigen Windkraftanlagen auf den Hügeln im Ilsetal sind Hightech und bilden einen reizvollen Kontrast zu dem, was sich auf dem großen Feld zu ihren Füßen abspielt. Drei Tage lang kämpften dort Traktoren aus der Anfangszeit der Motorisierung der Landwirtschaft in elf Klassen um den Sieg im „Treckertreck 2019“. Ausrichter der zum vierten Mal in 17 Jahren organisierten Veranstaltung ist die „Interessengemeinschaft Traktoren und Nutzfahrzeuge Esperde und Umgebung“. „Uns gibt es seit 2002 und wir haben derzeit 198 Mitglieder sowie 60 bis 80 Trecker“, sagt Heinz-Helmut Köhler. Der 61-jährige Kfz-Mechatroniker leitet den anlässlich der 850-Jahrfeier von Esperde gegründeten Verein. „Wir wollen historisches Kulturgut erhalten und Alt und Jung zusammenbringen“, so Köhler zum Vereinszweck.

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Spiel der Paare – Orgelkonzert im Stift Fischbeck

Donnerstag, 15. August 2019
Bild: Zu Gast in Fischbeck – Angela Amodio

Orgelbauer Florian Pabst hat alles gut vorbereitet. Zusammen mit Angela Amodio legt der 33-Jährige letzte Hand an die 2007 neu gebaute, von internationalen Organisten in hohen Tönen gelobte Hillebrand-Berner-Orgel in der Klosterkirche des Stifts. „Das Instrument ist gut über den heißen Sommer gekommen, keine Probleme“, versichert er. Je wärmer es werde, desto höher steige die Stimmung des Instruments. „Bei 20 Grad Wärme erhöht sich der Kammerton A um drei Hertz. Aber die Orgel ist gut in Schuss. Deshalb nur eine kleine Zungenstimmung.“

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Mit Bestnoten zur „Uni Bolognese“

Montag, 12. August 2019
Bild: Übt Kritik am Bologna-System. Hans Peter Klein. Foto: zu Klampen Verlag

Pünktlich zum Ferienende nimmt auch die bildungspolitische Diskussion wieder Fahrt auf. In gewohnt provokanter Form hat sich dabei auch der Frankfurter Professor für Didaktik der Biowissenschaften Hans Peter Klein zu Wort gemeldet. In seinem zweiten, jetzt im Völksener zu Klampen Verlag erschienen Buch „Abitur und Bachelor für alle – wie ein Land seine Zukunft verspielt“ zeichnet Klein ein düsteres Szenario der deutschen Bildungslandschaft und deren Zukunft. Christoph Huppert hat mit Klein gesprochen …

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Floh- und Trödelmarkt bringt über 300 Euro

Donnerstag, 01. August 2019
Bild: Freuen sich über einen guten Erlös. Christian Dreeke (Mitte mit Uwe Meinecke und dessen Frau.

Christian Dreeke vom Förderverein des Jugendzentrums Point in Bad Münder teilt mit: „Bezüglich des durchgeführten Flohmarktes zu unseren Gunsten erfreuen wir uns über den Erlös von 330,81€.“

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Aktionsbrot erinnert an alten Pastor

Freitag, 26. Juli 2019
Bild: Elke Hundertmark-Sagawe präsentiert die ersten Laibe des Aktionsbrotes im Flegesser Süntellädchen

Nichts erinnert an ihn. Kein Straßenname, kein sonstiger Hinweis. Es scheint, als sei Johann Heinrich Friedrich Schlotheuber (30.7. 1789 – 12.01.1866) an seiner ehemaligen Wirkungsstätte in völlige Vergessenheit geraten. Dabei ist der berühmte Botaniker, der von 1816 bis 1865 in Flegessen als Pastor wirkte, eine andernorts durchaus berühmte Persönlichkeit. Elke Hundertmark-Sagawe hat sich intensiv mit Schlotheuber, der am 30. Juli seinen 230 Geburtstag feiert, beschäftigt. „Nach seinem Studium in Göttingen war er zunächst Hauslehrer bei den Stietenkrons in Hameln, wo er auch Georg Pflümer kennenlernte“, berichtet die 64-Jährige. In Hameln erinnert ein „Pflümerweg“ an Schlotheubers Zeitgenossen. Lange Zeit verschollen war auch Schlotheubers Herbarium, das über 35000 Arten umfassen soll. Hundertmark-Sagawe: „Mitte des 19. Jahrhunderts war das Sammeln, Trocknen und Pressen sowie das Bestimmen der Pflanzen ein praktikables bildgebendes Verfahren für den Naturkundeunterricht. Die Fotografie gab es ja noch nicht.“

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Handwerkermarkt im Museum in Börry

Montag, 08. Juli 2019
Bild: Der Vorsitzende des Fördervereins, Rolf Keller (Mitte), freut sich über die Spende der beiden Stellmacher.

Gnadenlos brennt die Sonne vom wolkenlosen Himmel herab aufs Areal des Museums für Landtechnik und Landarbeit. „So heiß war´s bei unserem Handwerkermarkt noch nie“, sagt Museumswart Dieter Brockmann. Wer kann, sucht Schatten. Etwa unterm Baum, an dem Fritz Spiegel und Hermann Hollas das alte Stellmacherhandwerk veranschaulichen. Während sich der 87-jährige Hermann kurz ausruht, werkelt Fritz an einem großen Rad aus Holz. „Die Speichen sind aus Eiche, die Felgenteile aus Buche“, erklärt er den Neugierigen, die sich um die beiden geschart haben.

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Zwillings-Konzert im Schaafstall

Donnerstag, 04. Juli 2019
Bild: Die beiden jungen Pianistinnen begeisterten das Schaafstall-Publikum

Mag sein, dass Ernst Jürgen Kirchertz´ Befürchtung, der Begriff „Sternstunde“ würde im Zusammenhang mit Schaafstall-Konzerten „vielleicht zu inflationär“ verwendet, zutrifft. Der fulminante Auftritt der beiden Schwestern Ani und Nia Sulkhanishvili jedoch muss einfach dieses höchste Prädikat verliehen bekommen.

Die beiden 30-jährigen eineiigen Zwilling präsentierten mit Stücken von Beethoven, Bach, Brahms, Schobert, Dvorak und Smetana nicht nur ein spektakuläres Programm, sondern erstaunten das trotz Sommerhitze reichlich erschienene Publikum mit einer technisch eindrucksvollen Darbietung.

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Springer Dialog 2019

Donnerstag, 04. Juli 2019
Bild: Prof. Michael Vester war der Hauptreferent beim diesjährigen Springer Dialog

Den etablierten „Volks“-Parteien laufen die Mitglieder weg. Vor allem die jungen. Aber auch Gewerkschaften und andere „politische Mitgliederorganisationen“ sind von diesem Aderlass betroffen. Was tun? Das war die Fragestellung des diesjährigen „Springer Dialogs“, zu dem vor allem Vertreter aus Politik und Gewerkschaften in die Heimvolkshochschule am Deisterhang gekommen waren.

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„Abi looking for freedom“

Donnerstag, 04. Juli 2019
Bild: Musik spielt am Vikilu bei jeder Gelegenheit eine wichtige Rolle
Bild: Bestnote für Georg Kroth. Dr. Michael Glaubitz überreicht Zeuzgnis und Geschenk.

„Die jahrelangen Anstrengungen haben sich gelohnt.“ Georg Kroth ist am Ziel seiner Wünsche und hält sein Abiturzeugnis (samt Rentenbescheinigung) in Händen. Georg ist der Jahrgangsbeste mit dem nicht mehr zu übertreffendem Notenschnitt von 1,0. „Unser Abi-Schnitt liegt bei 2,5 und damit wieder über dem Landesdurchschnitt“, konnte Vikilu-Schulleiter Dr. Michael Glaubitz den zur Entlassungsfeier in die Sporthalle gekommenen Gäste mitteilen. Unter den Jahrgangsbesten sind zehn junge Frauen und fünf Männer.

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„Am Ende können Sie nur weinen“

Donnerstag, 27. Juni 2019
Bild: Erforscht den jüdischen Friedhof seit vielen Jahren. Bernhard Gelderblom.

Der schwarzglänzende Grabstein von Dr. Siegmund Kratzenstein ist neu. Er steht an der Ostseite des alten jüdischen Friedhofs an der Scharnhorststraße. Fast wie angelehnt an die Mauer zum roten Backstein-Wohnhaus nebenan. Mit einer fast zärtlichen Geste streicht der Hamelner Historiker Bernhard Gelderblom über den Stein und berichtet mit leiser Stimme vom Schicksal des Hamelner Mediziners: seiner Frau aus Holland, den Töchtern, die an der Vikilu Griechisch lernten, vom Eckhaus mit Praxis am Kastanienwall, von der schleichenden Entrechtung nach 1933, vom SA-Terror in der Reichspogromnacht, von Deportation und Tod. „Am Ende können Sie nur weinen“, sagt Gelderblom und die Besucher der Führung verstummen betroffen.

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Entlassungsfeier an der THRS Hameln

Donnerstag, 27. Juni 2019
Bild: Lara Teschner freut sich über ihren erstklassigen Abschluss.

Lara Teschner strahlt. Die 16-jährige Absolventin der Theodor-Heuss-Realschule hat allen Grund dazu. Sie hat in diesem Jahrgang mit einer Durchschnittsnote von 1,46 das beste Ergebnis im Jahrgang erreicht. Von Schulmüdigkeit zeigt das Mädchen im blassblauen Kleid keine Spur. Im Gegenteil. „Ich will ein gutes Abi machen, dann ein Jahr nach Frankreich oder England gehen und anschließend studieren. Medizin, Lehramt oder Psychologie“, erklärt die selbstbewusste junge Dame.

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Zum Osterbrunch auf die Neue Bult

Donnerstag, 11. April 2019

Früh aufstehen heißt es am Ostermontag, 22. April 2019, denn die Saisoneröffnung auf der Neuen Bult beginnt bereits um 10:30 Uhr.
Auf der Rennbahn kann man dann mit einem zünftigen Osterbrunch in einen spannenden Tag starten. Für die Kleinen gibt es ein großes Ostereiersuchen im Kinderland, außerdem ein Ponyrennen. Wer den Sieger tippt, kann sich über tolle Preise freuen.

Foto: Favorit Julio (Foto: Frank Sorge)
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Ein Rucksack für Afrika

Donnerstag, 04. April 2019

Jonas Meier und Lena Pagel aus Eldagsen sind sich sicher: „Also, das ist eine absolut gute Sache.“ Die beiden OHG-Sechstklässler aus Eldagsen nehmen schon zum zweiten Mal am Rucksack-Projekt teil. Wie das funktioniert, erklärt die ehemalige OHG-Lehrerin Christiane Oehlerking-Heinze: „Die Schülerinnen und Schüler verschenken klassenweise ihren alten Rucksack, einen Ranzen oder eine Sporttasche, den sie mit Schulmaterialien und einigen Gebrauchsartikeln des täglichen Lebens befüllen.“

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Eine Zensur findet nicht statt

Donnerstag, 04. April 2019

Hass, Gewalt, Kriegsverherrlichung, politischer Extremismus, Pornografie – Themenbereiche zu denen heute fast jeder via Internet nahezu ungehindert Zugang findet. Angesichts von „fake news“ und politischer Indoktrination scheint die Debatte über Gewalt in Computerspielen fast schon antiquiert. Für den Freien Deutschen Autorenverband hat dessen Mitglied, der Pädagoge, Historiker und freie Journalist Christoph Huppert, seit 2004 die Aufgabe übernommen, als Besitzer im 12er-Gremium der im Familienministerium in Bonn angesiedelten „Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien“ (BPjM) unterschiedlichste Medien zu sichten und unter dem Aspekt des Jugendschutzes zu begutachten.

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Hat der trojanische Krieg wirklich stattgefunden?

Donnerstag, 04. April 2019

Eigentlich ist Norbert Kleinschmidt ein ruhiger und bedächtiger Mann. Der 64-jährige ehemalige Grund- und Hauptschullehrer hat die Leidenschaft des Schreibens für sich entdeckt. Doch in seinem dritten Buch rechnet Kleinschmidt radikal mit einem „europäischen Gründungsmythos“ ab. „Helena“, so heißt der im Selbstverlag erschienene „archäologische Krimi“, in dem sich alles um die Archäologen-Legende Heinrich Schliemann, um den trojanischen Krieg und die Geschichte der Helena, der schönste Frau der Welt, dreht.

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Friedrich Schröder: Zum 125. Todestag von Heinrich Göbel

Freitag, 30. November 2018

Mit Erscheinen der Göbel-Legende 2007 ging ein Raunen durch Springe. Hatte Göbel die Glühlampe gar nicht erfunden? War Göbel ein Hochstapler, eine Art Münchhausen, wie der Autor der Legende, Hans-Christian Rohde in seiner Dissertation beschrieb? Beide Attribute verstetigte der Autor in seiner Dissertation. Die kühnen Behauptungen des Gymnasiallehrers erregten mediales Interesse über die Stadtgrenzen hinaus in ganz Deutschland. Eiligst wurden einschlägige Lexika, etwa der Brockhaus, bewogen, den Eintrag zu Heinrich Göbel als Erfinder der Glühlampe zu streichen. Der Verlag tat es.

Unterdessen ist mehr Licht ins Unterholz der Rohde-Behauptungen gedrungen. Von verschiedenen Seiten wurde „Die Göbel Legende“ unter die Lupe genommen. Umfangreiche Recherchen kamen in vielen Punkten zu völlig anderen Erkenntnissen als Rohde in seiner Dissertation. Eines muss man dem Autor zugutehalten: Er versuchte das von Propagandisten der Nazis gezeichnete Göbel-Bild zu erhellen. Die Nationalsozialisten verkauften seinerzeit die Erfindung der Glühlampe als „Deutschen Erfolg“. Um es festzuhalten: Weder Heinrich Göbel noch seine Nachkommen reklamierten die Erfindung der Glühlampe als deutsche Erfindung. So ging der Mann, der am 4. Dezember 1893 in New York starb, unbeanstandet in die Springer Stadtgeschichte als „Erfinder“ der Glühlampe ein.

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Benefizessen der münderschen Tafel 2018

Dienstag, 20. November 2018

 „Die Tafel ist ein extrem starkes Stück Bad Münder“, stellte Bürgermeister Hartmut Büttner fest. In der Tat waren alle zum sechsten Benefizessen der münderschen Tafel in die Bildungsstätte der Berufsgenossenschaft am Deisterhang geladenen Gäste des Lobes übervoll. Parteiübergreifend, wie etwa die CDU-Ortsbürgermeisterin und Landtagsabgeordnete Petra Joumaah und ihr Landtagskollege Ulrich Watermann (SPD). Von „allerhöchstem Dank und Respekt, segensreicher Arbeit, unentbehrlicher Hilfe von Mensch zu Mensch“ war zu hören.

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Der neue Söltjer ist da

Dienstag, 20. November 2018

Für Dr. Kai Witthinrich vom Redaktionsteam steht fest: „Der Söltjer ist und bleibt eine mündersche Institution. Er ist anerkannt und fast jeder in Bad Münder kennt ihn.“ Die 43. Ausgabe der heimatkundlichen Schrift, die im Untertitel „Streifzüge durch das Deister-Süntel-Tal“ verheißt, wurde jetzt im Flegesser Gemeindehaus vorgestellt.

von li.: Schriftleiter Dr. Sebastian Dittrich, Layouterin Dr. Claudia Fortagne und Dr. Kai Witthinrich

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Projekt Schmiedebackhaus nimmt Fahrt auf

Dienstag, 05. Juni 2018

Das Schmiedebackhaus Projekt nimmt Fahrt auf. „Einige Helfer für die Bauphase konnten wir schon gewinnen, aber das sind bei weitem noch nicht ausreichend um die Eigenleistungen nachhaltig und im zeitlich sinnvollen Rahmen darstellen zu können. Jedoch melden sich immer mehr, die gern mit anfassen wollen, was großartig ist“, sagt Initiator Herwig Glatzel.

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