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Oliver Törner liest in Lüdersen

Oliver Törner liest in Lüdersen

Sonntag, 05. Mai 2013

„Ist das nicht herrlich hier?“ Der Hamburger Schauspieler Oliver Törner ist entzückt. Strahlendes Frühlingswetter, eine sehr gut besuchte Lesung in der Bergdorfhalle in Lüdersen, süßer Kuchenduft, der durch den Raum schwebt.

Bild: Genießen den Frühling und das Lesecafé. von li.: Ursula Ahlers, Lotte Lange und Oliver Törner

Zum dritten Mal bereits gastiert Törner mit einer Lesung in Lüdersen. „Angefangen hat es vor zwei Jahren mit Texten von Wilhelm Busch, dann folgte eine Veranstaltung mit Auszügen aus Heinz Erhardt und Robert Gernhardt. In diesem Jahr stellte ich Gernhardt noch einmal vor, auf vielfachen Wunsch ergänzt durch Klassiker von Loriot“, erklärt Törner.

Dessen Cousine ist Julia Rambacher. Die 64-Jährige Lüderserin ist Gründerin des Lesecafés. „Das ist heute unser 19. Café“, sagt sie stolz. Vor Beginn der Lesung warten Kaffee und Kuchen auf die Gäste. „Alle mit viel Liebe gemacht, sehr lecker, und der Erlös des Verkaufs geht an den Förderverein Bergdorf Lüdersen und wird der alten Schule zugute kommen“, so Rambacher. Die lange Schlange am Kuchenbuffet lässt ein gutes Ergebnis erwarten.

Eigens aus Bremen ist Ursula Ahlers angereist. „Schon zum zweiten Mal“, sagt die 74-Jährige. Und auch Lotte Lange, mit stolzen 88 Jahren das älteste Mitglied der Bergbühne Lüdersen, freut sich auf Törners Lesung.

„Man ist als Künstler immer dankbar über ein so erwartungsfrohes und aufmerksames Publikum“, lobt der. „In der Großstadt tritt man bei Lesungen immer mindestens gegen zwei, drei andere zeitgleiche Veranstaltungen an. Hier ist die Atmosphäre viel entspannter, und man darf  eine wohlwollende, ungeteilte Aufmerksamkeit genießen.“

Zudem sei die Lesung eine gute Möglichkeit, seinem Publikum Robert Gernhardt etwa näher zu bringen. „Obwohl der einer der bedeutendsten Schriftsteller Deutschlands war, ist er einem breiten Publikum nicht so recht bekannt wie er es eigentlich verdient“, erklärt der Schauspieler.

Dann richtet sich die gesammelte Aufmerksamkeit in der Bergdorfhalle auf den 56-jährigen. Der hat genau das passende Programm zusammengestellt: Loriot-Klassiker wie „Der Fernsehabend“, „Das Frühstücksei“ oder „Der Aufbruch“, Gerhardts „Was ist Kunst?“ und „Die Katze ist weg“, und auch zwei Texte der befreundeten Autoren übereinander erheitern das Publikum. Am Ende sind sich alle einig, Lesecafé in Lüdersen, das ist einfach nur schön.

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