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Großer Erfolg für Münderaner Theater-Ensemble

Großer Erfolg für Münderaner Theater-Ensemble

Sonntag, 26. Mai 2013

„Die stehen alle, die stehen alle“, jubeln die jungen Schauspieler des Jungen Theater St. Magnus hinter der Bühne unmittelbar nachdem der Vorhang gefallen ist. Knapp 300 Besucher im Hamelner Weserberglandzentrum quittieren die Leistung der jugendlichen Schauspieltruppe aus Beber mit anhaltendem Applaus, Bravorufen und „standing ovations“. Zur gleichen Zeit schießen die Bayern in Wembley das Siegtor, doch das kümmert hier keinen.

Dicke Sträuße roter Rosen werden überreicht, und auch die Mutter von Regisseurin Peggy Zawilla, Sabine Neuendorf, kann ihre Rührung nicht verbergen. „Ein schönes Geburtstagsgeschenk“, freut sich die Ehefrau von Otto Neuendorf. Sie wird an diesem denkwürdigen Abend 66 Jahre alt.

„Das ist das Größte, was wir bisher erreicht haben“, kommentiert auch Peggy Zawilla atemlos den Erfolg. Dabei hatte nicht nur sie anfangs gezittert, dass sich das Champions League-Finale nicht allzu stark auf die Publikumsresonanz auswirken werde. „Eine schwere Entscheidung, das hier heute zu machen“, so die SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller. Die hatte um 18 Uhr zu Festrede und Ausstellungseröffnung „150 Jahre SPD“ ins Foyer des Weserberglandzentrums geladen. „Stilecht zu Pellkartoffeln mit Quark und einem Theaterstück.“ Mit dabei auch die Münderaner Sozialdemokraten unter der Führung Heinrich Söfjer und Bürgermeister Hartmut Büttner. „Ehrensache, dass wir dabei sind“, so die Genossen, die dann zusammen mit reichlich regionaler Polit-Prominenz die monatelang vorbereitete Premiere des Theaterstückes um die Hamelner Sozialdemokratin Rosa Helfers (1885 – 1965) erlebten.

Geschickt verbindet der Münderaner Autor Daniel Nagel in seinem Stück Gegenwart und Geschichte, bringt die Generation der „Kids 2000“ mit der sozialen Realität der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts zusammen. In einprägsamen Bildern wird die Lebensgeschichte von Rosa Helfers auf die Bühne gebracht. „Wer zögert, der fällt!“, das ist ihre Botschaft.

Die Leistung des Münderaner Ensembles war trotz Lampenfieber an diesem Abend absolut fehlerfrei, die Inszenierung bis ins kleinste Detail wohlüberlegt und durch und durch professionell. Höchstes Lob von allen Seiten und klarer Punktsieg für die Theatermacher aus Bad Münder.

Wer´s verpasst hat, der hat am kommenden Samstag eine zweite Chance. Dann ist das Spiel um die Hamelner Heldin im Münderaner Martin-Schmidt-Konzertsaal zu sehen.

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