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PZH GmbH

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Mittwoch, 06. Oktober 2010

webausstllgWissens- und Technologietransfer

„An diesem Ausstellungsort in Bad Münder wollen wir einmal das breite Publikum ansprechen“, erläuterte Manfred Schweer vom Geschäftsbereich „Technologiemanagement“ der PZH GmbH aus Hannover dem guten Dutzend zur Eröffnung gekommenen Gästen aus Politik und Wirtschaft.

Die PZH GmbH ist Teil des „produktionstechnischen Zentrums“ der Leibniz Universität und vermittelt und berät vorwiegend mittelständische Unternehmen beim Aufbau von Kontakten zur niedersächsischen Hochschullandschaft. „Unser Ziel ist es, dadurch die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu fördern“, so Schweer in seinem einführenden Vortrag in der Wandelhalle des Münderaner Kurmittelhauses.

Die Ausstellungtafeln zeigen, wie vielfältig die Möglichkeiten von Unternehmen sind, Einrichtungen der Hochschulen gewinnbringend im Rahmen eines Wissens- und Technologietransfers zu nutzen. Schweer: „Das reicht von der Ausarbeitung einer Internetplattform zur Vermarktung von Kunstobjekten über das neue Design einer Entgratungsanlage bis hin zur Optimierung der Auftragsentwicklung oder zur Neupositionierung im Markt.“

Zwar ist der Einstieg in den Technologietransfer gratis, weitere Vermittlungs- und Beratungsaktivitäten seitens der an die Leibniz Universität angelehnten PZH GmbH jedoch müssen honoriert werden.

Die Schnittstelle zwischen Wirtschaft und Hochschule sei dabei allerdings „keine Einbahnstraße“. Während etwa die Wirtschaft durch ein landesweites Netz von Ansprechpartnern Know-how-Träger in der niedersächsischen Forschungslandschaft vermittelt bekomme, profitierten Studierende vom damit verbundenen „Personaltransfer“. Professoren erarbeiten mit ihren Studenten die von den Unternehmen angeregten Projekte und – wie etwa bei einer Hamelner Holzverarbeitungsfirma – ab und an ergebe sich, so Schweer, daraus auch ein späterer Arbeitsplatz.

Auch ein Hersteller hydraulischer Systeme aus Bakede hat auf diesem Wege mit der Leibniz Universität zusammengearbeitet.

„Wir möchten das jetzt fortsetzen und suchen Beratung bei unserem Projekt der Herstellung von Blockheizkraftwerken mit besonders hohem Wirkungsgrat“, so Firmenchef Gerhard Ruppel.

Mit der Ausstellung in der Wandelhalle sollen „Berührungsängste abgebaut“ und weitere Unternehmen ermutigt werden, die Hilfen und Anregungen von Fachhochschulen und Universitäten im Sinne eines „erfolgreichen Innovationsmanagements“ wahrzunehmen.

Das sei auch für das Münderaner Handwerk dringend notwendig, so die Vorsitzende der Wirtschaftsvereinigung Petra Witte. „Heute sind viele Dinge in den Haushalten High-Tech. Da muss das Handwerk auf den Laufenden bleiben.“

Die für die Region „Weserbergland plus“, also die vier Landkreise Nienburg, Schaumburg, Hameln-Pyrmont und Holzminden konzipierte Ausstellung macht noch bis zum 20. Oktober in Bad Münder Station.

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