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Coffee House Jazzer machen Programmreform

Coffee House Jazzer machen Programmreform

Montag, 27. Juni 2011

Ihr Sound stimmt,  das Publikum liebt sie und hält ihnen über die Jahrzehnte die Treue. Die von Alfred Finke 1977 gegründete Coffee House Jazzband, die zwei Jahre später ihren ersten Auftritt hatte, wusste auch beim Sonntagskonzert unter den prächtigen Bäumen im Park der Domäne Eggersen zu begeistern.

Bild: von li. Udo Apportin, Frank Stuckenberg, Alfred Finke, Rainer Topp, Ulli Gehl

Jahrelang haben die Jazzer um den Posaunisten Finke überwiegend klassischen Dixieland gespielt. Jetzt allerdings steht eine Veränderung des Repertoires ins Haus. „Dixieland, Swing und Blues bieten großen Raum für musikalische Entfaltung. Wir wollen unser Programm daher künftig ´swingiger´ machen“, erklärt Finke. Man könne nicht 30 Jahre das gleiche Programm spielen, daher seien die Coffee House Jazzer derzeit dabei sich verstärkt Swing-Titeln der 30er und 40er Jahre zuzuwenden.

Finke weiter: „Was jedoch geblieben ist, ist das gegenseitige Einfühlungsvermögen, die Rücksichtnahme und der Teamgeist, die nötig sind, um diese Musik gut rüberzubringen.“

In den 30 Jahren habe es immer wieder personelle Veränderungen gegeben. „Gute Jazzmusiker wachsen nun mal auch in Hameln leider nicht auf den Bäumen.“ Nach der Verabschiedung von Schlagzeuger Martin Härtel beim Jahreskonzert im Lalu hat Ulli Schmöe dessen Platz eingenommen. „Ulli hat einen leicht anderen Stil, doch auch der passt gut zu uns, und natürlich stimmt die Chemie“, so Finke.

Für den Versicherungskaufmann Frank Stuckenberg erfüllt sich mit dem Eintritt bei der Coffee House Jazzband ein Jugendtraum. Schon als Jugendlicher habe er keinen ihrer Auftritte ausgelassen und davon geträumt, selbst einmal mitzuspielen. In Eggersen demonstrierte Stuckenberg nicht nur, dass er das Banjo exzellent zupfen, sondern auch sehr gut singen kann.

Die Programmanpassung werde auch dem langsam älter werdenden Publikum gerecht. „Wir sind ja alle zusammen älter geworden, aber ab und an interessieren sich auch die Jüngeren für unsere handgemachte Musik. Gerade in den Big Bands der Hamelner Schulen musizieren viele junge Saxophonisten und Trompeter, die später vielleicht einmal zu uns stoßen werden“, hofft Finke. Ob nun im guten alten Dixieland-Stil Stil mit „Alexander´s Ragtime Band“ oder dem Marilyn Monroe-Song „Running wild“ aus dem Film „Some like it hot“, auch mit ihrer neuen Repertoireausrichtung werden die Coffee House Jazzer ihr Publikum auch weiterhin begeistern.

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