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Eine Spätherbst-Geschichte (mit Hörbeitrag)

Freitag, 27. November 2020

„Jeder ist seines Spätherbstes Glück“                  

von Inge Merkentrup

Inge Merkentrup LV Nord

Auch wenn Sprüche nicht meinen Alltag bestimmen: Ich muss raus an die frische Luft. Gesagt, die Tat folgt. Ich nehme den Textil-Sattelschutz vom Fahrrad und steige in die Pedalen. In einer Stadt wie Oldenburg hat man ein Fahrrad zu haben, entweder ein eigenes oder ein geklautes; denn in dieser Stadt ist das Radfahren keine Kür, sondern eine Pflicht.

Tief durchatmen, den Fahrtwind genießen, so soll meine Radtour sein. Doch nach wenigen Metern spüre ich die Feuchtigkeit des Nebels. Novembertag. Wie ein schweres Tuch liegt die wässrige Luft über der Stadt. Kein Durchkommen für die Sonne. Die Haut an meinen Händen zieht sich zusammen. Warum nur habe ich die Handschuhe nicht dabei? Die Mütze tut meinen Ohren gut. Mützen sind in diesem Herbst das „Must-have“; ohne geht gar nichts, wenn ich der Werbung glauben will. Meine dunkelblaue Mütze ziert ein beliebtes Modelabel. Einheitsgröße. Nach einem Kilometer rutscht sie mir in Augenhöhe. Das stört mich natürlich. Mit der linken Hand bugsiere ich das Textilstück wieder auf Stirnhöhe und warte ab. Tatsächlich, die Mütze bewahrt ihre Position.

Die Kälte steigt die Beine hoch, schnell steigere ich das Tempo.  Dörfliche Idylle umfängt mich. Die Felder sind befreit vom Mais, die Gräben am Rande gut mit Wasser gefüllt. In der Ferne erahne ich die Bauernhäuser, registriere wie nebenbei die wenigen vorbeifahrenden Autos auf der Landstraße. Ohne Motoren-Unterstützung liege ich bei einem Tempo von ca. 18 km/h. Das kann ich abschätzen. Alles Routine. Nicht weit vor mir habe ich die Autobahn, die ich allerdings vor lauter Nebel nicht sehen, aber hören kann. Ich biege bei nächster Gelegenheit nach links ab und muss noch stärker in die Pedalen treten, denn der Wind kommt von vorne. Falsche Planung, umgekehrt wäre die Tour angenehmer. Warum nur habe ich den Westwind nicht bedacht? Jeder Erwachsene in Norddeutschland weiß, dass man sich auf ihn verlassen kann. Mit penetranter Energie schiebt er Kälte oder Nässe vor sich her.

Irgendwie wird mir wärmer. Klar, die ersten zehn Kilometer machen sich wärmetechnisch positiv bemerkbar. Doch da muss noch etwas anderes sein. Ich schaue vom Radweg hoch nach rechts – und sehe die Autobahn! Ein schmaler Streif blauen Himmels hat den Nebel durchbrochen. Die Bauernhäuser mit den roten Klinkern geben ihre Silhouette frei. Schon fahre ich an den sie weiträumig umgebenden Rhododendron- und Lorbeerhecken vorbei, die durch ihr kräftiges Grün wirken.

Ein Ginkgo im Herbstkleid. Foto: Merkentrup

Meine Augen fangen an zu blinzeln. Wahrlich, die Sonne verdrängt den Nebel. Wie wunderschön strahlt das Herbstlaub der Bäume! Die leuchtend gelben Farben der Ginkgo-Blätter konkurrieren mit den roten und gelben Blättern des Japanischen Ahorns, die Felsenbirne mit ihrer orange bis dunkelroten Blätterfärbung wirkt ebenso intensiv wie der Wilde Wein, dessen Laub blut- bis feuerrot ist. Diese natürliche Schönheit! Sie ist vom menschlichen Auge nicht zu fassen. Ich genieße meine Fahrt vorbei an Essigbäumen in ihrem malerischen Wuchs und ihren Fruchtständen in kräftigem Rot. Ich bin erfüllt von diesem Herbstschauspiel.                    

Noch einen Kilometer, dann werde ich auf der Terrasse sitzen. Wie schön, dass sie nach Süden hin überdacht ist. Die wärmenden Sonnenstrahlen werden meine Gesichtshaut ummanteln und ich werde von der Terrasse aus sehen, wie das Sonnenlicht die letzten gelben Rosenblüten zum Strahlen bringt.

Eine echte Tee-Zeremonie werde ich abhalten, ein Ostfriesen-Ritual mit allem, was dazugehört. Vor mir sehe ich unsere dünnwandigen Ostfriesen-Teetassen aus feinem Porzellan mit passender Kanne und passendem Stövchen, den reich verzierten Sahnelöffel und die Zuckerzange. Wenn der Kandis den Tee zum Knistern gebracht hat, dann beginnt für mich der pure Genuss.

In diesem Hochgefühl biege ich um die Ecke unserer kleinen Straße – und falle fast vom Fahrrad! Ohrenbetäubender Lärm empfängt mich. Haben sich alle männlichen Nachbarn gegen mich verschworen? Der eine läuft mit grüner Latzhose, grünem Sweatshirt und grünen Gartenschuhen hinter seinem Benzinrasenmäher her. Lauter kann ein Rasenmäher nicht sein, das wüsste ich! Der andere macht sich mit seiner elektrischen Heckenschere an seiner Buchsbaumhecke zu schaffen, 20 Meter lang, und er ist erst am Anfang. Warum hat einzig und allein nur seine Buchsbaumhecke den Zünsler überlebt, warum haben die Raupen dieses ostasiatischen Kleinschmetterlings nicht auch seine Hecke kahlgefressen wie bei uns allen in der Straße!  Und soll ich etwa noch freundlich den Nachbarn grüßen, der mit seinem Laubbläser das Nonplusultra aller gärtnerischen Lärmquellen erreicht?

 Mein Lebensanker ist die Gartentür. Nichts wie runter vom Rad und rauf auf die Terrasse. Ich halte inne. Der Lärm dringt penetrant an mein Ohr, Unruhe ummantelt meinen Körper. Ich blinzle in die noch wärmenden Sonnenstrahlen an diesem herrlichen Herbsttag, blicke auf den Gartenstuhl und denke traurig: „Tee – ade .“

Ich öffne die Haustür und ziehe meine Jacke aus. Aus dem Bad dringt die Stimme meines Mannes. „Die Sauna ist noch an. Willst du dich auch verwöhnen?“  Welch gute Idee! Dieser Herbsttag, er hat nur gute Momente  –  fast nur. 

Die Autorin über ihren Text. Ein Hörbeitrag von Christoph Huppert

Harald Malz ist „grundlos heiter“

Dienstag, 24. November 2020

November, das ist ein trüber und trauriger Monat. Aufheiterung tut deshalb not. Am besten mit einem Buch, dessen Titel „Grundlos heiter“ uns im Untertitel „freche Texte“ verspricht. Geschrieben hat das 200-Seiten-Buch der Springer Ratsherr und Pädagoge Harald Malz. Christoph Huppert stellt uns „Grundlos heiter“ vor…

Gedichte und Prosa von Pia Tutz

Dienstag, 17. November 2020

November, das ist die Zeit für trübes Wetter und trübe Gedanken. Meint jedenfalls die Autorin Pia Tutz. „Die Schönheit der Seele – die Abgründe des Ichs“, so der Titel ihres Buches. Wie sie auf die Inspirationen zu ihren Lyrik- und Prosatexten kommt, das hat sie Christoph Huppert verraten …

Der 45. Söltjer ist da!

Mittwoch, 11. November 2020

Von Corona kaum beeinflusst, da überwiegend im Homeoffice erstellt, kommt am Montag die 45. Ausgabe der heimatkundlichen Schrift des „Söltjers“ in die Buchläden. Landschaft, Biologie, Geschichte, Kunst – die Bandbreite ist groß und reicht von historischen Fliegenfallen über den Alltag von Sägemühlenarbeitern bis zu Fragen des Naturschutzes…

Lyrik für die Hosentasche

Mittwoch, 11. November 2020

Der Bückeburger Komponist, Rezitator und Musikproduzent Frank Suchland hat ein neues Buchformat geschaffen. Klassische Geschichten ums Weihnachtsfest, Gedichte, aber auch die schönsten Verse von Kurt Tucholsky. Das alles im Hosentaschenformat. Christoph Huppert stellt die beiden Gedichtbändchen vor …

Helden oder Opfer?

Dienstag, 10. November 2020

Findet das Gedenken am Volkstrauertag in Bad Münder noch an einem passenden Ort statt? Nach der Kranzniederlegung des Ordens der Ritterkreuzträger ist die Diskussion um die Aufarbeitung der Vergangenheit der Stadt neu entbrannt. Viele Bürger halten eine Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal für überholt und wollen eine historische Aufarbeitung. Eine das Denkmal problematisierende Tafel wäre dabei schon lange überfällig.

Großes Pflanzfest des NABU

Montag, 09. November 2020
Bild: Viele Helfer pflanzten einen Tag lang. (Foto Huppert)

Monatelang hatte der NABU Deister-Sünteltal den großen Pflanztag am „Schiefen Brink“ bei Böbber vorbereitet. Den aber gab es wegen Corona dann leider nur in einer abgespeckten Form. Christoph Huppert war vor Ort und hat die Einzelheiten….

Wann kommt die Freiwilligen-Agentur?

Freitag, 06. November 2020

Was das bürgerschaftliche Engagement im sozialen Bereich angeht, so nimmt Bad Münder im Landkreis zweifelsfrei eine Leuchtturmfunktion ein. Viele Bereiche werden dabei von ehrenamtlich arbeitenden Bürgeinnen und Bürgern übernommen. Nach seinem Ausscheiden aus der Sozialraum AG hat Hermann Wessling den seit langem bestehenden Gedanken einer alle sozialen Kräfte bündelnden Freiwilligen-Agentur wieder aufgenommen.

Hören Sie dazu eine Stellungnahme des Bürgermeisters …

Gericht genehmigt Maststall am Deisterhang

Freitag, 06. November 2020

Das Verwaltungsgericht Hannover hat die Klagen gegen den Bau eines Schweinemaststalls in Bad Münder  zurückgewiesen. Es sei nicht zu befürchten, dass etwa Gerüche und Keime den 900 Meter entfernten Kur-Bezirk von Bad Münder beeinträchtigten, sagte eine Gerichtssprecherin. Ein Landwirt aus dem Ortsteil Nettelrede plant den Bau eines Maststalls für 1.200 Schweine. Dagegen hatten zwei Klinik-Betreiber und eine Bildungsstätte geklagt. Das Urteil des Verwaltungsgerichts stützt sich unter anderem auf ein Gutachten, in dem nachgewiesen wurde, dass die Luft nicht direkt von dem geplanten Stall zu den Kliniken strömt.

Dazu die Stellungnahme des Bürgermeisters von Bad Münder, Hartmut Büttner …

Überraschung in der Abendstunde

Donnerstag, 05. November 2020
Bild: Das Ehepaar Wessling freut sich über die Ehrung

Ob es sich um die Tael, das Forum Glas, das Thema Integration oder die Ökumene handelt, ohne Hermann Wessling wäre das in Bad Münder nicht möglich. Der über 80-Jährige hat jetzt seine Tätigkeit in der Sozialraum AG beendet. Christoph Huppert hat die Einzelheiten….

Volkstrauertag in Corona-Zeiten

Dienstag, 03. November 2020

Volksbund-Geschäftsführer Roland Behrmann teilt mit…

„Der Schutz der Gesundheit hat auch zum Volkstrauertag höchste Priorität!“

Der Volksbund empfiehlt Gedenkfeiern in kleinem Kreise und die Verschiebung der Haus- und Straßensammlung

Der Volksbund reagiert damit auf die Corona-Regeln und Empfehlungen der Bundes- und Landesregierung, die Kontakte in der Öffentlichkeit auf das un-bedingt Notwendige zu beschränken.

„Eine Vielzahl der Besucherinnen und Besucher der Veranstaltungen zum Volkstrauertag sind ältere Menschen. Sie gehören zu den Risikogruppen unserer Gesellschaft“, sagt der neue Landesvorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Niedersachsen, Grant Hendrik Tonne. „Wir haben ihnen gegenüber eine besondere Verantwortung und plädieren in den Städten und Gemeinden dafür, z.B. Kranzniederlegungen nur in kleinem Kreise unter Beachtung der Corona-Verordnung des Landes durchzuführen.“

Aber auch die Sammlungen des Volksbundes sind betroffen. „Viele Schulen in Risikogebieten, Soldaten und andere Sammlergruppen haben ihre Teilnahme bereits abgesagt. Dafür hat der Volksbund natürlich Verständnis, auch wenn es der Finanzierung unserer Friedensarbeit weh tut.“

Der Verband bittet deshalb alle Gruppen, die sich traditionell an der Haus- und Straßensammlung beteiligen, ihre Aktivitäten ins Frühjahr zu verschieben. „Wir können uns einen Zeitraum zwischen Februar und April gut vorstellen.“, meint Tonne. Der Volksbund hofft, dass bis dahin die Beschränkungen wieder aufgehoben sind und eine akute Gesundheitsgefahr nicht mehr besteht.

„Die Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürger für den Frieden und die Verständigungsarbeit zu spenden, ist nach wie vor sehr groß.“, weiß Tonne, der sich in der Vergangenheit oft an den Sammlungen des Volksbundes beteiligt hat. „Wir bitten alle Menschen, die den Volksbund unterstützen, dabei zu bleiben!“

Liebesroman gegen Novemberfrust

Dienstag, 03. November 2020

Corona-Lockdown plus trübe Novemberstimmung, wem schlägt das nicht aufs Gemüt. Vielleicht hilft ein Liebesroman, um aus der depressiven Stimmung herauszukommen.  „Keine Sternschnuppen für Sara?“, so heißt der Roman, den sich Christoph Huppert ausgesucht hat …

Erster hybrider Lions-Club begründet

Montag, 02. November 2020
Bild: Clubgründung per Videokonferenz. (Foto: Birgit Wilde-Reisdorf))

Die Infektionsrate steigt, Vereine und Kultureinrichtungen fürchten um ihre Existenz. Dass da ein neuer Lions-Club gegründet wird, das überrascht. Christoph Huppert hat die Einzelheiten….

Ist eine Reform des Gedenkens überfällig?

Mittwoch, 28. Oktober 2020

In Bad Münder erregt die Kranzniederlegung ehemaliger Ritterkreuzträger am Ehrenmal auf dem Friedhof die Gemüter. Hat das Konsequenzen für die Gestaltung des Gedenkens am bevorstehenden Volkstrauertag? Hören Sie dazu einen Kommentar von Christoph Huppert …

Dem alten Deutschlehrer gewidmet …

Dienstag, 27. Oktober 2020

Hameln. Dierk Rabien freut sich. „Der Jens, das war ein Überflieger“, erinnert sich der ehemalige AEG-Deutschlehrer. Ein Schüler, den ein Lehrer so schnell nicht vergisst. „Abi 82, Deutsch-Leistungskurs, immer 15 Punkte“, schwärmt Rabien. „Dabei musikalisch, sehr sozial. Klavierspieler.“ Noch heute erinnert sich Rabien gerne an Rostecks damalige Roland-Kaiser-Parodie. „´Santa Maria´ hieß der Song, sechs Wochen auf Platz 1 der Hitparade.“

War ein „Überflieger“ – Dr. Jens Rosteck

„Big Sur“, so lautet der Titel seines neuesten Buches, in dem er, von der Kritik überaus positiv aufgenommen, jenem Landstrich an der Westküste der der USA nachspürt, der vor allem in den 60er Heimat vieler namhafter Künstler war. „Der Wechselwirkung zwischen Landschaft und den Ideen ihrer Menschen nachzuspüren, in Bildern, Geschichten, Skizzen, Episoden, das war mein Ziel“, so Rosteck, der sein „Big Sur“ seinem alten Deutschlehrer gewidmet hat.

Der Weg von Jens Rosteck, der „immer druckreif geschrieben“ habe, sei vorgezeichnet gewesen. Mit seinen Musiker- und Künstler-Biografien hat sich der ehemalige AEG-Abiturient einen Namen gemacht. Über den Spatz von Paris, Édith Piaf, Protestsong-Ikone Joan Baez, aber auch mit seinem Buch über Jeanne Moreau, den Komponisten Hans Werner Henze und den Chansonnier Jaques Brel sowie mit seinen Reiseerzählungen hat sich Rosteck, Jahrgang 1962, literarische Meriten erworben.

Weltgewandt und mit viel Humor – Dierk Rabien

„Rabien brachte etwas Urbanes, Weltläufiges in seinen Unterricht, hatte Humor und Ironie, ein verschmitzter, kluger und für alles offener Pädagoge.“ Der „Anreger und Förderer“ habe ihm zudem vermittelt, „wie man auf der Bühne steht und dass die Performance gleichrangig mit dem einsamen Schreibakt“ sei. Und wer Rabiens Auftritte bei den „Pädagogian Harmonists“ noch in Auge und Ohr hat, der weiß, dass sein ehemaliger Musterschüler auch hiermit das Wesentliche getroffen hat. Encore 15 points, keine Frage.

Führt Lyrik ein Schattendasein?

Dienstag, 27. Oktober 2020

Ist Lyrik das Stiefkind der Literaturszene? Wer schreibt heute eigentlich noch Gedichte? Kerstin Klare aus Leipzig beispielsweise. Die gelernte Erzieherin ist leidenschaftliche Lyrikerin und hat Christoph Huppert erklärt, wie ihre Texte entstehen ….

Hartmut Büttner zum Neubau Solebewegungsbad

Freitag, 23. Oktober 2020

Mit einer gemeinsamen Erklärung zum Thema „Solebewegungsbad“ hatten sich vor wenigen Tagen alle im Rat der Stadt Bad Münder vertretenen Parteien an Bürgermeister und Verwaltung gewandt. Bis zum Ende des Jahres sollten die Zuschüsse zum An- und Neubau des maroden Bades gestellt werden, so die Forderung der Ratsparteien.  Christoph Huppert hat Büttner um eine Stellungnahme dazu gebeten ….

Jens Rostecks „Big Sur“

Dienstag, 20. Oktober 2020

Kennen Sie Big Sur? Das ist ein windumtoster Küstenstreifen an der Westküste der USA. Der wurde vor allem durch die dort lebenden Künstlerpersönlichkeiten zur Legende. Von der Protestsong-Ikone Joan Baez über Literaten wie Jack Kerouac bis zu Henry Miller, sie alle sind viele dieser Gegend verfallen. Der aus Hameln stammende Musik- und Kulturwissenschaftler Jens Rosteck hat in seinem neuen Buch Landschaft und Menschen nachgespürt. „Big Sur“ – Christoph Huppert hat das Buch gelesen und mit Rosteck gesprochen…

Es tut sich was in Sachen „Solebewegungsbad“

Sonntag, 18. Oktober 2020
Bild: Alle Parteien sind sich einig. Das Solebad muss neu gebaut werden

Seit Jahren schien es zu verfallen, das Solebewegungsbad in Bad Münder. Jetzt sind die Ratsparteien mit einer Erklärung an den Bürgermeister einen großen Schritt nach vorne gegangen. Christoph Huppert hat die Einzelheiten….

Glasfusing mit Ute Salmen

Sonntag, 18. Oktober 2020
Bild: Bietet Glasfusing-Kurse an. Ute Salmen

Wissen Sie was „Glasfusing“ ist? Nein? Dann könnte einer der trotz Corona stark nachgefragten Glasfusing-Kurse des Forums Glas in Bad Münder für Sie von Interesse sein. Christoph Huppert hat die Einzelheiten….

„… nur, weil wir Juden sind.“

Dienstag, 13. Oktober 2020

Bernhard Gelderbloms neues Buch greift das Thema „Arisierung in Hameln“ auf …

Bild: Bernhard Gelderblom hat die Geschichte der Blanks aufgearbeitet

Immer wieder hat der Historiker Bernhard Gelderblom mit seinen Standardwerken zur Geschichte Hamelns den Finger in die Wunde gelegt. So auch mit seiner neuesten, soeben im CW Niemeyer-Verlag erschienen Buch „… nur weil wir Juden sind“, der Darstellung des Schicksals der Hamelner Unternehmerfamilie Albert Blank, dessen Teppichfabrik 1934 arisiert wurde. Christoph Huppert hat die Einzelheiten…

Leseratten der Grundschule Bad Münder empfehlen …

Sonntag, 11. Oktober 2020

Heiße Tipps für die Verleihung des diesjährigen Deutschen Jugendliteraturpreises

Tade Becker
Can Tinne
Marcel Schulz
Marla Wittenbernds
Ina Wedemeyer
Sunny Gebhard
Jamie Belle Harenberg
Clara Borg
Melina David
Frieda Schulze
Swaantje Strangmeyer
Hermine Chomej

Wirtschaftsvereinigung akzeptiert Absage des Weihnachtsmarktes

Donnerstag, 08. Oktober 2020

Die Wirtschaftsvereinigung teilt mit …

„Von der Totalabsage des Weihnachtsmarktes sind wir nicht enttäuscht. Auch wenn es grundsätzlich schade ist, sind alle Argumente gegen den Weihnachtsmarkt richtig und gut nachvollziehbar. Die nötigen Auflagen hätten ohnehin wenig weihnachtliche Stimmung aufkommen lassen. Als Wirtschaftsvereinigung hatten wir lediglich gegen einen weiteren neuen Standort Bedenken, denn es wird so noch mehr Leben aus der Innenstadt gezogen.“

Wir hoffen, Sie haben Verständnis für unsere Entscheidung.

Wird Kippensammeln ein Flächenbrand?

Mittwoch, 07. Oktober 2020
Foto Christoph Huppert

Die Initiatorin der Sammelaktion, Monika Reinecke teilt mit …

Vielleicht haben Sie schon von der  privaten Kippensammelaktion am 11.09.2020 in Bad Münder Kenntnis genommen. In nur zwei Stunden haben 18 Personen geschätzte 12.472 Zigarettenkippen  von der Straße gesammelt und später im Leerstandsladen, Marktstraße 8, in Bad Münder ausgestellt.

Ziel der Aktion war und ist es, der Umweltverschmutzung (Grundwasser, Mikroplastik), sowie dem allgemeinen Dreck, Müll und ungepflegten Bereichen in unserer schönen Kurstadt und Gesundheitsstandort Aufmerksamkeit zu schenken und Abhilfe zu schaffen.

Ein Umdenken der Menschen, die hier leben ist genauso wichtig, wie die Unterstützung durch die Stadtverwaltung, die sich um genügend und geeignete Abfallentsorgungsbehälter kümmern muss und ebenso das Leeren veranlasst.

Wie könnten Sie uns dabei unterstützen?

Sammeln Sie, wann immer Sie wollen, mit Ihrer Gruppe, Zigarettenkippen von den Straßen, Wegen und Plätzen in unserer Stadt, trocknen diese bitte  (im Idealfall, dann kann man die Menge realistisch einschätzen und sie lassen sich später besser ausstellen). Vielleicht bietet sich es auch an, dass zum Beispiel in kleineren Ortsteilen sich Gruppen zur gemeinsamen Sammlung zusammenschließen.

100 Stück trockene Kippen wiegen 25 Gramm. Ein 10 Liter Eimer fast ca.1 kg Kippen. Das entspricht ca. 4000 Zigarettenkippen. Nur eine Kippe verunreinigt 40 Liter Grundwasser!!!

Die Menge hochrechnen und dann bitte  in 1 Liter Einmachgläser mit Deckel füllen, sofern vorhanden – der Gestank ist sonst nicht zu ertragen!

Wir möchten deutlich machen, wie viele Zigarettenkippen gesammelt werden.

Daher benötigen wir von Ihnen:

  • ein oder mehrere Fotos mit Ihrer „Beute“
  • Name des Vereins oder Gruppierung
  • Zeit der Sammlung
  • Zahl der Sammelnden
  • Kippenanzahl

Diese senden Sie uns bitte per Mail zu. Dafür beachten Sie bitte die unten stehenden Kontaktdaten.

Die gefüllten Einmachgläser, sowie die Fotos und Beschreibung dazu, dürfen wir auch im Ladenlokal mit freundlicher Erlaubnis der Volksbank Hameln- Stadthagen ausstellen.

Die Übergabe regeln wir, wenn es soweit ist. Mal sehen, wie viele Fenster wir (leider) füllen werden!

Ihr Verein, Gruppierung oder Organisation kann auf diesem Wege Öffentlichkeitsarbeit, Werbung und Umweltschutz vereinen.

Monika Reinecke

Wir möchten, sofern Sie nicht widersprechen, die Informationen über Ihre Sammlung gerne an die NDZ  weiterleiten.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung und würden uns sehr über eine kurze Rückmeldung und Teilnahme an der Aktion freuen.

Herzliche Grüße im Namen aller Helfer und Unterstützer

monika.reinecke@gmx.de

Endgültiges Aus für Weihnachtsmarkt in Bad Münder

Dienstag, 06. Oktober 2020

Die Ortsbürgermeisterin teilt mit

Bild: Sieht keine Chance für Weihnachtsmarkt oder – dorf auch in veränderter Form. Petra Joumahh und der Weihnachtsmann

Sehr geehrte Frau Saake, sehr geehrter Herr Slappa,

zuerst einmal möchte ich mich bei Ihnen beiden noch einmal ganz herzlich für die Vorstellung Ihres Konzeptes, bezüglich eines Weihnachtsmarktes, bzw. eines Weihnachtsdorfes im Kurpark bedanken!

Sie haben sich wirklich außerordentlich viel Mühe gemacht!

Leider, und ich bedauere das wirklich sehr, muss ich feststellen, dass der Ortsrat, und dieser Ansicht schließe ich mich ausdrücklich an, der Meinung ist, dass Ihr Konzept in Corona Zeiten nicht umsetzbar ist.

Auch das vorgestellte Alternativkonzept für die Adventssonntage wird von uns abgelehnt.

Angesichts der aktuellen Lage mit stark steigenden Infektionszahlen muss jeglichen Plänen zur Durchführung einer Weihnachtsmarktveranstaltung unbedingt eine Absage erteilt werden.

Das Risiko, das Weihnachtsfest erkrankt, in Quarantäne, oder mit erweiterten Einschränkungen verbringen zu müssen, ist einfach zu groß.

Noch einmal allergrößten Dank für Ihren Einsatz.

Im Namen des Ortsrates, mit herzlichen Grüßen,

Petra Joumaah

Ortsbürgermeisterin

Erntedank-Gottesdienst interaktiv

Montag, 05. Oktober 2020
Bild: Den vorgezogenen Erntedank-Gottesdienst der Nienstedter Kapellengemeinde gestaltete Pastorin Ute Clemens als „Bibliolog“

Pastorin Ute Clemens ist seit zwei Jahren Seelsorgerin in der 440 Gläubige umfassenden Kapellengemeinde in Nienstedt. Die gehört zum Kirchenkreis Ronnenberg. Um die Kräfte zu bündeln, habe man den üblicherweise erst am Sonntag stattfindenden Erntedank-Gottesdienst vorverlegt, erklärt die 58-Jährige Das Gleichnis vom reichen Kornbauern (Lukas 12, 16-20) steht im Mittelpunkt des von Clemens als „Bibliolog“ gestalteten Erntedank-Gottesdienstes. „Bibliolog ist eine interaktive Form, in der die Gemeindemitglieder aus der Perspektive verschiedener Charaktere der Geschichte heraus sprechen“, erläutert die Pastorin, deren Rolle es ist, die Äußerungen zu verstärken und die Geschichte weiter und zum Abschluss zu führen. In der „Ich-Form“ verbalisieren einige Teilnehmer ihre Gedanken und Gefühle aus Sicht des reichen Kornbauern, seiner Feldarbeiter und der Jünger Jesu. Was entsteht, ist eine auch mit aktuellen Lebensfragen verbundene, persönliche Betrachtung des biblischen Textes.

Weihnachtsmarkt? Wie immer, light oder gar nicht?

Sonntag, 04. Oktober 2020
Bild: Ein Weihnachtsdorf wie im vergangenen Jahr wird es nicht geben

Noch ist die Entscheidung nicht gefallen. Fest steht aber, dass es ein „Weihnachtsdorf“ auf dem Steinhof in diesen Jahr zumindest an dieser Stelle nicht geben wird. Alternativen sind in der Diskussion. Hören Sie hier die Stellungnahmen von Ortsratsmitglied Bianca Rakel, dem Kur- und Verkehrsvereinsvorsitzenden Detlef Bischoff, Gisela Hahne aus Eimbeckhausen, der Ortsbürgermeisterin der Kernstadt und stellvertretenden Vorsitzenden des Landtagsausschusses für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, Petra Joumaah, sowie dem Vorsitzenden des SC Bad Münder, Thomas Umlauf …

Verleger in Zeiten von Corona

Samstag, 03. Oktober 2020
Bild: Ein gutes Team- Dietrich zu Klampen (li.) und Eckart Liss

Ist Coronazeit Lesezeit? Wie ist es um Autoren und ihre Arbeitgeber, die Verleger bestellt? Ob Corona gar eine Renaissance des Buches einleitet, das hat Christoph Huppert den Völksener Verleger Dietrich zu Klampen gefragt …

Finale in Fischbeck

Samstag, 03. Oktober 2020
Bild: von li.: Stiftsdame Waltraut Menge, Kensuke Ohira, Äbtissin Katrin Woitack

Neben den Orgelwochen Weserbergland sind sie wohl die bedeutendste Veranstaltung für Freunde der Orgelmusik in der Region. Die Konzerte auf der Hillebrand-Berner-Orgel in der Fischbecker Stiftskirche. Die sind jetzt mit einem Konzert des japanischen Organisten Kensuke Ohira zu Ende gegangen. Christoph Huppert war dabei …

Noch eine Chance für den Weihnachtsmarkt?

Donnerstag, 01. Oktober 2020

In Bad Münder heißt der zweitägige Weihnachtsmarkt seit letztem Jahr „Weihnachtsdorf“. Aber wird es ihn auch in diesem Jahr geben? Dazu gab es jetzt die Vorstellung eines Konzeptes der GeTour vor dem Ortsrat und interessierten Bürgern. Christoph Huppert mit den Einzelheiten…

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